Fünf bange Monate an der Seite von Frühchen Jana-Marie
Norddeutsche Rundschau 10.12.07Hohenlockstedt/sh:z - Jana-Marie ist heute ein gesundes, putzmunteres kleines Mädchen. Vor drei Jahren war das mehr als ungewiss: Jana-Marie kam nach nur 27 Schwangerschaftswochen per Kaiserschnitt auf die Welt.
Ihre Mutter Cornelia Nötzelmann aus Hohenlockstedt (Kreis Steinburg) hat schon drei Kinder, einen Sohn (22) und zwei Töchter (12 und 8), als sie erneut schwanger wird. Ihr viertes Kind, Jana-Marie kommt am 24. Oktober 2004 auf die Welt: Sie wiegt gerade mal 740 Gramm und ist 31 Zentimeter klein und sehr unreif. Nach 24 Stunden schwebt die Kleine inLebensgefahr. Die Ärzte befürchten eine Gehirnblutung. „Das war für mich ein Punkt an dem ich geweint habe” sagt die 46-Jährige.
Auch als diese Krise überwunden ist, gehen die Sorgen weiter: Jana-Marie leidet unter extremer Atemnot und muss drei Wochen beatmet
werden. Und wieder kommt es zu Komplikationen. Cornelia Nötzelmann bemerkt, dass ihr Kind merkwürdig atmet - Hektik auf der Station.
Sie schnappt die Worte der Schwestern auf: „Sie kippt uns weg!” Doch die Ärzte retten auch dieses Mal das Leben des
Frühchens. Insgesamt liegt Jana-Marie knapp fünf Monate in Itzehoe. Endlose Stunden und Tage, in denen sich ihreMutter bei jedem
Piepsen des Inkubators fragt: „ Was passiert ihr, wirde sie es überleben?”
Für Cornelia Nötzelmann und ihre Familie war das die schwerste Zeit ihres Lebens: „Ich habe ständig geweint In schwierigen Situation, aber auchin solchen, in dene es Grund zur Freude gab”, sagt sie.

Ohne das Team der Frühchen-Intensivstation hätte Jana-Marie nicht überlebt. Die Gewissheit, dass jeder Handgriff sitzt, war für die Mutter unheimlich entlastend. „Wenn ich gehen musste konnte ich das, ohne Angst um mein Kind zu haben”, so Cornelia Nötzelmann. Auch sie und ihre Familie finden: „Spenden ist babyleicht.” Deshalb unterstützen sie R.SH und den sh:z Verlag bei ihrer Sammelaktion.
Zurück zur Artikelübersicht
