Jette:Frühstart ins Leben mit nur 450 Gramm
Norddeutsche Rundschau 6.12.07sh:z und R.SH sammeln für Itzehoer Frühchenstation
Elmshorn/sh:z - Ein kleines Bein vor das nächste und die beiden Zeigefinger von Mama fest mit den kleinen Händchen umschlossen: Die gut 14 Monate alteJette fängt gerade an zu laufen und wagt die ersten eigenen Schritte in die Welt. Im Sommer 2006 sah es nicht so aus, dass sich die Tochter von Christine und Bastian Gröber aus Elmshorn (Kreis Pineberg) so gut entwickeln würde. mit gerade einmal 450 Gramm und der Größe eines DIN-A4- Blattes - 30 Zentimeter - kommt Jett-Isabell am 13. Juli 2006 zur Welt. Sie ist eines der kleinsten Frühchen, die auf der Frühchenstation in Itzehoe entbunden worden sind.
Die Gröbers haben bereits zwei Kinder. Während der Schwangerschaft treten erstmals Komplikationen auf: In der 25. Schwangerschaftswoche bekommt die Elmshornerin eine Schwangerschaftsvergiftung. Innerhalb von einer Woche sammeln sich 20 Liter Wasser in ihrem Gewebe an, Leber und Nieren drohen zu versagen.. Als parallel die Herztöne von Jette-Isabell immer schlechter werden, muss das Kind geholt werden. Das Baby kommt direkt auf die Intensivstation.
Als man Christine Gröber (40) das erste Bild ihrer kleinen Tochter vorlegt, kann sie nicht glauben, dass dies ihr Kind ist:
„Das Foto sah ganz schrecklich aus. So nackt, eher blau als rosa und ganz klein” erzählt sie. Anfangs fällt es Christine
Gröber schwer, eine Beziehung zum Neugeborenen aufzubauen. Sie hatte Angst, sich an Jette zu binden, weil sie nicht weiß, ob das Kind
es schafft., „Die ersten sechs Wochen hab ich nicht damit gerechnet, dass wir Jette irgendwann mit nach Hause nehmen können”,
sagt die dreifache Mutter. Jette-Isabellverbringt insgesamt vier Monate auf der Frühchenintensivstation - die meiste Zeit davon im
Brutkasten. Der kommt den Eltern Anfangs vor wie Raumschiff Enterprise: „Dieses Gepiepe und die ganzen Lämpchen haben uns
irritiert, aber mit der Zeit konnten wir ihn dann fast allein bedienen” sagt Vater Bastian Gröber (31).
Die Elmshorner sind sich sicher: Jette hat der Technik und der Fürsorge der Ärzte und Schwestern ihr Leben zu verdanken. „Je besser die Geräte sind, umso besser kann sich das Kind darin entwickeln” sagt Christiane Gröber. Ihr Mann Bastian ergänzt: „Wir haben ganz viel Glück gehabt, das die Medizin und die Technik soweit war”.

Beide unterstützen die Spendenaktion und sagen: „Spenden ist babyleicht”.
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